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Wasserstand Zwenkauer See:

Wasserstand derzeit um die 112,60 m ü.NHN bis Fertigstellung der Harth-Schleuse und des Harth-Kanals.

Endwasserstand nach Fertigstellung (ca.2022): 113,5 m ü.NHN

 

Heimatverein Zwenkau e.V. lädt zur Vortragsreihe ein

„Herausforderungen im Eichholz durch die aktuelle Waldsituation“

Termin:    23.10.2019
Referent:  Carsten Pitsch, STAATSBETRIEB SACHSENFORST,Forstrevierleiter Forstbezirk Leipzig
Ort:         Gaststätte Schützenhaus
Zeit:        18:00 Uhr
Im August 2018 zeigten sich bei Esche und Bergahorn erste Krankheitsbilder, welche vermutlich ihren Ursprung im Trockenstress haben. Im Laufe des Winters bzw. auch im Jahr 2019 verschlechterte sich der Zustand dieser beiden Baumarten merklich. Für das Eichholz ist dies von enormer Bedeutung, da die Eschen einen Baumartenanteil von ca. 50 %, der Bergahorn von ca. 20 % bilden.

Seit 2008 wurde bei der Esche das Eschentriebsterben festgestellt, welches bis dato vornehmlich jüngere Bestände beeinträchtigte. Neu hinzugekommen ist ab dem Winter 2018 / 2019 der massive Befall mit dem Eschenbastkäfer, wovon es 3 Arten gibt. Es handelt sich dabei um Borkenkäfer, welche zwischen Rinde und Holz in der wasser- und nährstoffleitenden Schicht ihre Fraßgänge anlegen, somit die „Versorgungsleitungen“ des Baumes kappen und auch einen Baum zum Absterben bringen können.

Bei dem Bergahorn wurde ein Befall mit dem Rußrindenpilz festgestellt, hervorgerufen durch einen nordamerikanischen Pilz. Der witterungsbedingte Vitalitätszustand des jeweiligen Baumes entscheidet, ob der Baum noch genug Kraft hat, den Pilz abzuwehren oder ob der Pilz den Baum zu Absterben bringt. Große Bestände wurden dadurch bereits verloren.

Diese massiven Abgänge stellen den Forstbezirk in mehrerlei Hinsicht vor enorme Herausforderungen. Zu einem die Einhaltung der Verkehrssicherheitspflicht entlang von öffentlichen Straßen,  an Waldkanten und stark frequentierten Erholungswegen. Des Weiteren handelt es sich bei diesen Flächen um naturschutzfachlich sehr wertvolle und an die EU gemeldete Waldbestände. Bei einem Ausfall von Esche und Bergahorn würde die Einstufung als Lebensraumtyp „Hartholzauenwald“ verloren gehen. Weiterhin entstehen durch die erheblichen Abgänge auch offene Flächen, welche nach dem Waldgesetz wieder in Bestockung zu bringen sind. Dabei sind die Bedingungen des Naturschutzes und das nur in begrenztem Umfang verfügbare Pflanzenmaterial, sowie die waldbaulichen Qualitätsanforderungen zu beachten und in Einklang zu bringen.

www.sachsenforst.de