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Wasserstand Zwenkauer See:

Wasserstand derzeit um die 112,60 m ü.NHN bis Fertigstellung der Harth-Schleuse und des Harth-Kanals.

Endwasserstand nach Fertigstellung (ca.2022): 113,5 m ü.NHN

 

Wanderausstellung bauhaus100 - Grand Tour der Moderne -

ERÖFFNUNG AM 25.11.2019, 13:00 UHR

Das Kulturdenkmal Haus Rabe in Zwenkau
eine Wanderausstellung der Kulturstiftung Leipzig im Rathaus Zwenkau


Zum Bauhausjubiläum widmet die Kulturstiftung Leipzig dem Haus Rabe in Zwenkau eine von Prof. Dr. Werner Durth aus Darmstadt konzipierte Wanderausstellung, die nun auch in

Zwenkau ab

25.11.2019 - 23.12.2019 und nach dem Jahreswechsel ab
02.01.2020 - 30.01.2020 im Ratssaal des Rathauses zu sehen sein wird.

Öffnungszeiten im Rathaus Zwenkau:
Mo/ Mi:     09:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 15:30 Uhr
Die:        09:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 18:00 Uhr
Do:        09.00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr
Frei:        09:00 – 12:00 Uhr


„Das Haus Rabe in Zwenkau – Rading trifft Schlemmer“
„Es grenzt an ein Wunder, dass dieses extravagante Haus, das man im internationalen
Vergleich mit Recht als Ikone der Moderne und einen der letzten Höhepunkte im Neuen
Bauen der Weimarer Republik bezeichnen kann, im krisengeschüttelten Jahr 1930 trotz des
zähen Widerstands der zuständigen Behörden überhaupt gebaut werden konnte und danach
sowohl die barbarische Zeit des Nationalsozialismus als auch die Jahrzehnte der DDR
unbeschadet überstanden hat. Dies ist vor allem der Familie des Bauherrn Dr. med. Erich Rabe zu verdanken, insbesondere seiner Tochter Dr. med. Gabriele Schwarzer, die hier – ganz im Sinne der von Rading geplanten Einheit von Arbeit, Wohnen und Leben – in Nachfolge ihres Vaters bis 1991 als Fachärztin für Chirurgie im Erdgeschoss Ihre Praxis betrieben und ihre Wohnung in den Obergeschossen über Jahrzehnte sorgsam gepflegt hat.“
Werner Durth in: „Rading trifft Schlemmer. BauHausKunst“, 2014

Das dreigeschossige Wohnhaus gehört in seiner Einheit von Architektur und künstlerischer
Ausstattung zu den herausragenden Kulturdenkmalen der Moderne in Mitteldeutschland.
Sein besonderer Wert besteht in der vollständig erhaltenen künstlerischen Ausstattung durch
den Bauhäusler Oskar Schlemmer im Innern.
Glanzpunkt des Hauses ist die zweigeschossige Wohnhalle mit der Drahtplastik von
Schlemmer. Neben der originellen Wandpolychromie wird der Raum auch durch den
mehrfarbigen Linoleumfußboden in unregelmäßiger geometrischer Unterteilung geprägt. Der
im Original erhaltene runde Esstisch mit sechs Stahlrohr – Korb – Stühlen und die
authentische Beleuchtung schaffen ein vollendetes Bauhausinterieur, das in Deutschland in
keinem zweiten Wohnhaus dieser Zeit anzutreffen ist. Auch das nach dem Entwurf von
Schlemmer mit figürlichen Motiven ausgemalte Treppenhaus gehört dazu. Ferner die Wohn-,
Schlaf- und Praxisräume nach dem Farbkonzept Radings, das wohl von Schlemmer in Teilen
modifiziert worden ist. So ist das gesamte Haus eine höchst eindrucksvolle Demonstration
architektonischer und bildkünstlerischer Ideen des Bauhauses.
Mit der denkmalgerechten Sanierung und Restaurierung in den Jahren 1994/96 und 2017/18
durch den neuen Eigentümer Horst Schmitter aus Hamburg hat das Haus seine
denkmalpflegerische Authentizität und Integrität auf höchstem Niveau bewahrt und ist damit
als Sachzeuge von außerordentlichem kunstgeschichtlichen Wert.

Leider ist das Haus Rabe derzeit noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, doch auch von außen ist es ein Höhepunkt der Bauhausarchitektur.